Embolisation von arteriovenösen Malformationen des Gehirns und des Rückenmarks
Embolisation von arteriovenösen Malformationen des Gehirns und des Rückenmarks

Die Embolisation arteriovenöser Malformationen (AVM) ist ein minimalinvasives neurochirurgisches Verfahren, das darauf abzielt, pathologisch veränderte Gefäße im Gehirn oder Rückenmark gezielt zu verschließen. AVM stellen abnorme Gefäßverbindungen dar, die zu Blutungen, epileptischen Anfällen oder anderen neurologischen Störungen führen können. Die Embolisation wird als eigenständige Therapie oder als vorbereitender Schritt vor einer operativen Entfernung oder Radiochirurgie eingesetzt.

Ziele der Embolisation

  1. Reduktion des Blutungsrisikos. Verringerung des Blutflusses durch die AVM.
  2. Präoperative Vorbereitung. Verkleinerung der AVM zur Erleichterung der chirurgischen Entfernung.
  3. Palliative Behandlung. Linderung von Symptomen wie Kopfschmerzen oder Krampfanfällen, die durch AVM verursacht werden.
  4. Verbesserung der Lebensqualität. Reduktion neurologischer Symptome.

Indikationen für die Embolisation

  1. Große AVM. Komplexe Gefäßstrukturen, die chirurgisch nur mit hohem Risiko entfernbar sind.
  2. Hohes Blutungsrisiko. AVM mit erhöhter Rupturgefahr (z. B. bei begleitenden Aneurysmen).
  3. Vorbereitung auf Radiochirurgie oder offene Operationen. Reduktion der Durchblutung zur Senkung perioperativer Risiken.
  4. Symptomatische AVM. Krampfanfälle, Kopfschmerzen oder neurologische Defizite.

Vorbereitung auf den Eingriff

  1. Diagnostische Untersuchungen. Magnetresonanzangiographie (MRA), zerebrale Angiographie, Computertomographie (CT).
  2. Präoperative Konsultationen. Neurologe, Neurochirurg und Radiologe legen gemeinsam den Behandlungsplan fest.
  3. Laboruntersuchungen. Koagulogramm, biochemische Blutuntersuchung.
  4. Patientenvorbereitung. Absetzen von Antikoagulanzien mehrere Tage vor dem Eingriff.

Ablauf des Verfahrens

  1. Anästhesie. Der Eingriff erfolgt in lokaler oder allgemeiner Anästhesie, abhängig von der Komplexität.
  2. Gefäßzugang. Über einen kleinen Zugang in der Leistenregion wird ein Katheter in die Femoralarterie eingeführt.
  3. Katheternavigation. Unter angiographischer Kontrolle wird der Katheter zu den zuführenden Gefäßen der AVM vorgeschoben.
  4. Applikation des Embolisationsmaterials. Zum Einsatz kommen spezielle Substanzen wie Polymermaterialien, Mikrospiralen oder flüssige Embolisate, die den pathologischen Blutfluss unterbrechen.
  5. Abschlusskontrolle. Nach der Embolisation wird eine Kontrollangiographie durchgeführt, um den Therapieerfolg zu beurteilen.

Postoperativer Zeitraum

  1. Überwachung. Stationäre Beobachtung für 1–2 Tage.
  2. Empfehlungen. Vermeidung körperlicher Belastung für 1–2 Wochen. Beobachtung des Allgemeinzustands (Kopfschmerzen, Schwäche, Sprachstörungen).
  3. Nachuntersuchungen. Kontrollangiographie oder MRT nach 1–3 Monaten.

Vorteile der Embolisation von AVM des Gehirns und Rückenmarks

  1. Minimalinvasivität. Kleiner Zugang und kurze Erholungszeit.
  2. Hohe Wirksamkeit. Vollständige oder partielle Ausschaltung der AVM aus dem Blutkreislauf.
  3. Reduktion operativer Risiken. Verringerung des Blutverlustes bei nachfolgenden Eingriffen.
  4. Möglichkeit eines kombinierten Therapieansatzes. Die Embolisation kann als vorbereitender Schritt vor Operation oder Radiochirurgie dienen.

Eine frühzeitige Diagnosestellung und ein multimodaler Therapieansatz bei AVM – einschließlich Embolisation, Radiochirurgie und offener Operationen – bieten hohe Chancen auf einen erfolgreichen Behandlungsausgang.

In Belarus wird die Embolisation von AVM in führenden neurochirurgischen Zentren unter Einsatz moderner Technologien und hochentwickelter Geräte durchgeführt. Erfahrene Fachärzte gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit und einen individuellen Behandlungsansatz. Die vergleichsweise günstigen Behandlungskosten machen Belarus zu einem attraktiven Ziel für die Therapie vaskulärer Erkrankungen.

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