Die Angiographie ist ein röntgenologisches bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Blutgefäßen unter Verwendung eines Kontrastmittels. Diese Methode ermöglicht eine detaillierte Visualisierung des Gefäßsystems, die Erkennung pathologischer Veränderungen sowie die Planung einer gezielten Behandlungsstrategie. Die Angiographie wird zur Diagnostik von Erkrankungen des Herzens, des Gehirns, der Extremitäten und anderer Organe eingesetzt.
Was kann mittels Angiographie festgestellt werden?
Die Angiographie ist ein unverzichtbares diagnostisches Instrument bei Verdacht auf folgende Pathologien:
- Aneurysmen, Gefäßstenosen und Thrombosen.
- Atherosklerotische Plaques.
- Tumoren mit Gefäßinfiltration.
- Durchblutungsstörungen von Organen.
- Angeborene Gefäßfehlbildungen.
Hauptformen der Angiographie
- Koronarangiographie. Untersuchung der Koronararterien zur Diagnostik der koronaren Herzkrankheit.
- Zerebrale Angiographie. Darstellung der Hirngefäße zur Identifikation von Aneurysmen, Thrombosen oder Blutungen.
- Angiographie der unteren Extremitäten. Diagnostik von Gefäßerkrankungen der Beine, einschließlich der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.
- Viszerale Angiographie. Beurteilung der Gefäße innerer Organe wie Nieren, Leber und Darm.
- Lymphangiographie. Untersuchung der Lymphgefäße.
Wie verläuft die Untersuchung?
Die Angiographie wird in der Regel unter lokaler Anästhesie durchgeführt und dauert etwa 30–60 Minuten. Über eine kleine Hautpunktion wird ein Katheter in das Gefäßsystem eingeführt. Anschließend wird ein Kontrastmittel appliziert, und die Gefäße werden mithilfe eines Röntgengeräts bildlich dargestellt.
Nach Abschluss der Untersuchung bleibt der Patient für mehrere Stunden unter ärztlicher Beobachtung, um mögliche Komplikationen frühzeitig auszuschließen.
Vorteile der Angiographie
- Hohe diagnostische Genauigkeit. Ermöglicht eine detaillierte Darstellung des Gefäßsystems.
- Hohe Sicherheit. Moderne Kontrastmittel reduzieren das Risiko allergischer Reaktionen.
- Breites Anwendungsspektrum. Einsatz bei Erkrankungen verschiedener Organe und Systeme.
- Minimalinvasives Verfahren. Die Untersuchung erfordert lediglich eine kleine Hautpunktion.
Indikationen für eine Angiographie
- Verdacht auf Gefäßerkrankungen wie Thrombosen oder Stenosen.
- Herzerkrankungen und koronare Herzkrankheit.
- Präoperative Abklärung vor chirurgischen Eingriffen.
- Kontrolle des Gefäßstatus nach operativer oder interventioneller Behandlung.
Die Angiographie wird in führenden medizinischen Zentren in Belarus unter Einsatz moderner technischer Ausstattung und unter Aufsicht qualifizierter Fachärzte durchgeführt. Dies gewährleistet ein hohes Maß an diagnostischer Sicherheit und Präzision.