Rehabilitation älterer Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen
Rehabilitation älterer Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen

Eine effektive Rehabilitation zu Hause durchzuführen ist äußerst schwierig.

Das Republikanische Krankenhaus für medizinische Rehabilitation setzt modernste Rehabilitations­technologien ein und ist mit hochmoderner Ausstattung ausgestattet: Geräte für Kinesiotherapie, Ergotherapie zur Wiederherstellung verlorener Funktionen der Extremitäten und der Feinmotorik, robotergestützte Systeme zum Erlernen des Gehens sowie zur frühen Vertikalisierung. Nutzen Sie diese Möglichkeit.

Eine sachgerechte Pflege eines Patienten nach einem Schlaganfall ist das, was Sie tun können, um den Krankheitsverlauf zu erleichtern und die Wiederherstellung der nach dem Schlaganfall verlorenen Funktionen zu fördern.

Wie wäscht man den Patienten, wie wechselt man die Bettwäsche und andere Aspekte der Pflege

Wenn sich der Patient im Bett nicht selbstständig bewegen kann, ist Folgendes erforderlich:

  • Regelmäßige Körperpflege 2–3 Mal täglich: Gesicht waschen, Mundhöhle morgens und nach jeder Nahrungsaufnahme reinigen, Körper mit einem feuchten Tuch oder Handtuch abwischen und anschließend vorsichtig trockentupfen (die Haut nicht reiben!).
  • Verwendung von Antidekubitusmatratzen und Gummiringen. Kreuzbein, Fersen und Hüftbereiche sind die häufigsten Stellen für Hautmazerationen (diese Bereiche täglich kontrollieren). Bei Auftreten von Rötungen (erstes Anzeichen eines Dekubitus) den Patienten nicht auf die betroffene Stelle lagern.
  • Lagerungswechsel alle 2–3 Stunden. Bei Verbesserung des Zustands den Patienten zu selbstständigen Drehbewegungen ermutigen (Abstützen auf dem gesunden Arm).
  • Verwendung von Inkontinenzprodukten für Erwachsene, besondere Pflege im Intimbereich. Luftbäder bei geöffnetem Inkontinenzprodukt sind zur Hauttrocknung hilfreich.

Ernährung

Bei ausgedehnten Schlaganfällen kann die Schluckfunktion beeinträchtigt sein. Es ist zu klären, ob der Patient selbstständig schlucken kann. Beobachten Sie, ob er den Kopf halten und Speichel schlucken kann, und geben Sie probeweise einen Teelöffel Wasser. Wenn der Patient selbstständig schluckt, sollte er 4–5 Mal täglich kleine Portionen warmer (nicht heißer!) Nahrung in halbsitzender Position erhalten. Nach der Mahlzeit sollte er mindestens 20 Minuten nicht hingelegt werden.

Die Nahrung in kleine Stücke schneiden, damit sie leichter aufgenommen und zum Mund geführt werden kann. Flüssigkeit mit einem Strohhalm oder mit einem Löffel verabreichen, dabei den Kopf zur Seite und leicht nach unten neigen (nicht nach hinten überstrecken).

Mehlprodukte, Zucker, stark gesalzene, gebratene, scharfe und fettreiche Speisen sind zu vermeiden. Mehr Gemüse (z. B. Rote Bete, Karotten) wird empfohlen, da sich häufig eine Darmatonie entwickelt. Die größte Kalorienmenge sollte in der ersten Tageshälfte aufgenommen werden. Bei leichten Schluckstörungen pürierte Nahrung verwenden; bei Verschlucken sind dickflüssige Speisen oder Pürees besser geeignet, gegebenenfalls mit Andickungsmitteln. Bei ausgeprägten Schluckstörungen ist eine Sondenernährung erforderlich (ebenfalls in halbsitzender Position).

Auf die Blasenentleerung achten; bei Harnverhalt ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Auf regelmäßigen Stuhlgang achten; dieser sollte täglich erfolgen. Rote Bete, Trockenpflaumen, Kefir, ein Teelöffel Pflanzenöl sowie Abführmittel nach ärztlicher Rücksprache können eingesetzt werden.

Messung von Blutdruck und Puls

Sowohl stark erhöhter als auch zu niedriger Blutdruck ist für die Regeneration der Gehirnzellen schädlich. Daher ist eine regelmäßige (mehrmals täglich) Blutdruckmessung erforderlich. Halten Sie den individuell vom Arzt empfohlenen Zielwert ein.

Körperliche Aktivität

Allmählich entwickelt sich in gelähmten Extremitäten eine erhöhte Muskelspannung. Zur Vorbeugung von Kontrakturen sollten die gelähmten Gliedmaßen für 1–2 Stunden in eine bestimmte Position gebracht werden: Der Arm wird seitlich in einem Winkel von 90° abduziert, im Ellenbogen gestreckt, unter der Achsel wird eine Rolle platziert, die Hand geöffnet, die Finger gespreizt. Das Bein ist im Kniegelenk leicht (ca. 10°) gebeugt, unter das Knie wird eine Rolle gelegt, der Fuß wird in einem Winkel von etwa 80° gegen das Bettende abgestützt.

Regelmäßige Atemübungen dienen der Pneumonieprophylaxe, da sich aufgrund von Hypokinesie und Stoffwechselstörungen leicht Stauungsveränderungen in der Lunge entwickeln. Geeignet sind das Aufblasen eines Gummiballons oder das Ausblasen von Luft durch Wasser.

Passive Bewegungen in den Gelenken der gelähmten Extremität: Die Extremität mit einer Hand oberhalb und mit der anderen unterhalb des zu mobilisierenden Gelenks umfassen. Bewegungen langsam, rhythmisch und schmerzfrei durchführen, 2–4 Bewegungen pro Gelenk stündlich.

Denken Sie daran: Inaktivität schwächt den Patienten, frühe Mobilisierung ist der Weg zu einer schnelleren Genesung.

Frühes Aufsetzen und Vertikalisierung (Überführung in die aufrechte Position). Der Zeitpunkt des Aufsetzens sollte mit dem Arzt abgestimmt werden und hängt vom klinischen Zustand ab. Im Durchschnitt ist bei kleineren Schlaganfällen ein Aufsetzen ab dem 2. Tag, eine Vertikalisierung ab dem 5.–7. Tag möglich.

Ein dauerhaftes Liegen ist nicht sicherer. Längere Bettruhe kann zu Venenthrombosen der Beine, Lungenembolie, Stauungspneumonie, spastischen Kontrakturen und Darmatonie führen.

Das Aufstehen sollte in zwei Phasen erfolgen: zunächst Hinsetzen an den Bettrand (Abstützen auf dem gesunden Arm), danach Aufrichten in den Stand.

Mit zunehmender Besserung sollte der Patient zur schrittweisen selbstständigen Ausführung von Alltagsaktivitäten motiviert und entsprechend angeleitet werden.

Denken Sie daran: Ihre Aufgabe ist es, dem Patienten zu helfen, unabhängig von fremder Hilfe zu werden und verlorene Alltagsfähigkeiten neu zu erlernen.

Wenn der Patient zu stehen und zu gehen beginnt, sollte der Arm in einer speziellen Stützbandage (Dreiecktuch oder Orthese) fixiert werden, da es sonst durch das Eigengewicht der paretischen Extremität zu einer Subluxation des Humeruskopfes kommen kann, was Schmerzen und eine unvollständige Funktionswiederherstellung zur Folge hat. Das Schuhwerk sollte stabil und bequem sein (keine Hausschuhe, besser Sportschuhe).

Bewahren Sie die Würde des Patienten, bleiben Sie ruhig und vermitteln Sie Zuversicht und Hoffnung – dies ist das Wichtigste, was Sie für Ihren Angehörigen tun können.

Arbeiten Sie gemeinsam mit dem Patienten an der Erweiterung seines Bewegungsumfangs!

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