Die Untersuchung der akustisch evozierten Hirnstammpotenziale (AEP / BERA) ist ein hochpräzises diagnostisches Verfahren, das auf der Registrierung der elektrischen Aktivität des Gehirns als Antwort auf akustische Reize basiert. Diese Untersuchung ermöglicht die Beurteilung des auditorischen Systems, einschließlich des Innenohrs, des Hörnervs und des Hirnstamms.
Indikationen für die Durchführung der AEP/BERA
- Verdacht auf sensorineurale Schwerhörigkeit.
- Beurteilung der Hörfunktion bei Neugeborenen und Kindern, die keine konventionelle Audiometrie durchführen können.
- Diagnostik von Tumoren des Hörnervs oder des Hirnstamms (z. B. Akustikusneurinom).
- Abklärung des auditorischen Systems bei Tinnitus oder Schwindel.
- Verlaufskontrolle bei Erkrankungen des Hörnervs.
- Intraoperatives Monitoring der Hirnfunktionen bei komplexen neurochirurgischen Eingriffen.
Vorteile der AEP/BERA-Untersuchung
- Schmerzfreiheit: Die Untersuchung ist für den Patienten völlig schmerzlos.
- Hohe diagnostische Genauigkeit: Ermöglicht die Erkennung von Pathologien bereits in frühen Stadien.
- Nichtinvasiv: Kein chirurgischer Eingriff erforderlich.
- Universell einsetzbar: Geeignet für Patienten jeden Alters, einschließlich Neugeborener.
- Objektivität: Die Ergebnisse sind unabhängig von subjektiven Angaben des Patienten.
Durchführung der Untersuchung
Vorbereitung des Patienten
- Der Patient sollte sich in einem entspannten Ruhezustand befinden. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Untersuchung im natürlichen Schlaf oder unter leichter Sedierung erfolgen.
- Auf der Kopfhaut werden Elektroden angebracht, die die elektrischen Signale erfassen.
Ablauf der Untersuchung
- Über Kopfhörer oder Ohrstöpsel werden akustische Reize (Klicks oder Töne) dargeboten.
- Die Elektroden registrieren die Aktivität des Hörnervs und des Hirnstamms als Reaktion auf die Schallreize.
Dauer: Die Untersuchung dauert in der Regel 30–60 Minuten, abhängig vom Zustand des Patienten.
Auswertung: Der Arzt analysiert die Amplitude und Latenz der evozierten Potenziale und vergleicht sie mit altersentsprechenden Normwerten.
Die AEP/BERA-Untersuchung ist ein objektives und zuverlässiges diagnostisches Verfahren zur Identifikation von Störungen entlang der zentralen Hörbahn und bildet eine wichtige Grundlage für eine gezielte weiterführende Therapie. Die Untersuchung ist in führenden Kliniken in Belarus verfügbar, wo moderne technische Ausstattung und ein individueller diagnostischer Ansatz eingesetzt werden.