Tumormarkeranalyse
Tumormarkeranalyse

Die Analyse von Tumormarkern ist eine Laboruntersuchung, die darauf abzielt, im Blut, Urin oder in anderen biologischen Flüssigkeiten spezifische Substanzen nachzuweisen, die auf das Vorhandensein bösartiger Tumoren hinweisen können. Diese Substanzen (Tumormarker) werden entweder direkt vom Tumor oder von gesunden Körperzellen als Reaktion auf den Tumorprozess gebildet.

Wichtige Tumormarker und ihre Bedeutung

  1. CEA (karzinoembryonales Antigen): wird zur Diagnostik von Dickdarm-, Enddarm-, Lungen-, Brustkrebs und anderen Tumoren eingesetzt. Erhöhte Werte können auch bei entzündlichen Erkrankungen auftreten.
  2. AFP (Alpha-Fetoprotein): Marker für Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom) sowie Tumoren der Eierstöcke oder Hoden. Kann auch bei chronischer Hepatitis und Leberzirrhose erhöht sein.
  3. CA-125: wichtiger Marker für Eierstockkrebs. Wird zur Therapiekontrolle und zur frühzeitigen Erkennung von Rezidiven eingesetzt.
  4. CA 15-3 und CA 27-29: dienen dem Monitoring von Brustkrebs. Erhöhte Werte sind auch bei gutartigen Erkrankungen möglich.
  5. PSA (Prostata-spezifisches Antigen): spezifisch für Prostatakrebs. Wird zur Diagnostik und Verlaufskontrolle eingesetzt.
  6. hCG (humanes Choriongonadotropin): Marker für trophoblastäre Tumoren sowie einige Formen von Eierstock- und Hodenkrebs.
  7. SCC (squamöses Zellkarzinom-Antigen): wird bei Krebs des Gebärmutterhalses sowie bei Tumoren im Kopf-Hals-Bereich eingesetzt.
  8. CYFRA 21-1: применяется zur Erkennung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
  9. BRCA1/BRCA2 (genetischer Test): Nachweis einer genetischen Prädisposition für Brust- und Eierstockkrebs.
  10. Thyreoglobulin: wird zur Verlaufskontrolle bei Schilddrüsenkrebs verwendet.

Indikationen für die Tumormarker-Analyse

  1. Verdacht auf eine bösartige Neubildung.
  2. Überwachung der Wirksamkeit der Therapie.
  3. Früherkennung von Rezidiven oder Metastasen.
  4. Screening bei Patienten mit genetischer Prädisposition.
  5. Differenzialdiagnostik zwischen gutartigen und bösartigen Prozessen.

Durchführung der Analyse

  1. Vorbereitung. Die Untersuchung erfolgt nüchtern. 24 Stunden vor der Analyse sollten fettreiche Speisen, Alkohol und intensive körperliche Belastung vermieden werden. Vor einer PSA-Bestimmung wird sexuelle Enthaltsamkeit empfohlen.
  2. Probenentnahme. In der Regel wird venöses Blut entnommen. In bestimmten Fällen können auch Urin oder Biopsiematerial untersucht werden.
  3. Ergebnisse. Die Bearbeitungszeit beträgt je nach Labor 1–7 Tage. Die Interpretation der Ergebnisse erfordert immer eine ärztliche Beratung, da Tumormarker auch bei gutartigen oder entzündlichen Erkrankungen erhöht sein können.

Limitationen der Tumormarker-Analyse

  1. Kein eigenständiges Diagnostikverfahren. Erhöhte Tumormarkerwerte bedeuten nicht zwangsläufig das Vorliegen eines Tumors. Die endgültige Diagnose erfolgt nur im Rahmen einer umfassenden Abklärung (CT, MRT, Biopsie).
  2. Falsch-positive Ergebnisse. Erhöhte Werte können durch Entzündungen, Infektionen oder Stress bedingt sein.
  3. Falsch-negative Ergebnisse. In frühen Krebsstadien können Tumormarker noch im Normbereich liegen.

Die Analyse von Tumormarkern in Belarus stellt ein wichtiges ergänzendes Instrument in der Diagnostik und Verlaufskontrolle onkologischer Erkrankungen dar. Die Ergebnisse sollten jedoch stets von einem Arzt im Zusammenhang mit der klinischen Gesamtsituation und weiteren Untersuchungsmethoden interpretiert werden.

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