Die Sakrovaginopexie ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung des Beckenorganprolapses bei Frauen, bei dem die Gebärmutter, die Vagina oder andere Organe nach unten absinken und ihre normale anatomische Lage verlassen. Ein Beckenorganprolaps kann Beschwerden, Störungen der Blasen- und Darmentleerung sowie Probleme beim Geschlechtsverkehr verursachen. Ziel der Sakrovaginopexie ist die Wiederherstellung der normalen Position der Vagina durch ihre Fixierung am Kreuzbein mithilfe eines Netzes oder anderer Fixationsmaterialien.
Indikationen für eine Sakrovaginopexie
Zu den Hauptindikationen für die Durchführung einer Sakrovaginopexie zählen:
- Vaginalprolaps. Dabei kommt es zum Absinken der Vaginalwände, teilweise gemeinsam mit der Gebärmutter oder anderen Organen (z. B. Harnblase oder Rektum). Ein Vaginalprolaps kann Schmerzen, ein Druck- oder Schweregefühl im Becken sowie Störungen beim Wasserlassen und bei der Defäkation verursachen.
- Uterusprolaps. Das Absinken der Gebärmutter in das Vaginallumen infolge einer Schwächung der stützenden Bänder und Muskeln. In schweren Fällen kann die Gebärmutter über den Vaginaleingang hinaustreten.
- Zystozele und Rektozele. Bei der Zystozele handelt es sich um ein Absinken der Harnblase durch die vordere Vaginalwand, bei der Rektozele um eine Vorwölbung des Rektums in die hintere Vaginalwand.
- Unzureichende Ergebnisse vorangegangener Prolapsoperationen. Eine Sakrovaginopexie kann nach erfolglosen operativen Korrekturen des Beckenorganprolapses indiziert sein.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Die Sakrovaginopexie wird entweder laparoskopisch oder mittels konventioneller offener Chirurgie durchgeführt. Ziel des Eingriffs ist die Wiederherstellung der normalen anatomischen Lage der Vagina oder anderer Beckenorgane durch Fixierung am Kreuzbein (Os sacrum).
Hauptschritte des Eingriffs:
- Anästhesie. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, um Schmerzen und Beschwerden während der Operation auszuschließen.
- Zugang zu den Beckenorganen. Bei der laparoskopischen Sakrovaginopexie werden mehrere kleine Schnitte in der Bauchdecke gesetzt, durch die chirurgische Instrumente und ein Laparoskop – eine dünne Kamera – eingeführt werden, sodass der Operateur die inneren Organe auf einem Monitor sehen kann.
- Fixierung der Vagina am Kreuzbein. Mithilfe eines speziellen Netzes oder anderer Materialien wird der obere Vaginalabschnitt an der Vorderfläche des Kreuzbeins befestigt. Dies stabilisiert die Struktur und stellt die normale Organlage wieder her.
- Verschluss der Schnitte. Nach Abschluss des Eingriffs werden die Schnitte verschlossen. Bei laparoskopischer Technik sind diese klein und heilen in der Regel rasch ab.
Vorteile der Sakrovaginopexie in Belarus
- Hohe Wirksamkeit. Die Sakrovaginopexie gilt als eines der effektivsten Verfahren zur Behandlung von Vaginal- und Uterusprolaps. Die meisten Patientinnen berichten nach der Operation über eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.
- Geringes Rezidivrisiko. Durch den Einsatz von Netzen oder anderen Fixationsmaterialien wird das Risiko eines erneuten Prolapses erheblich reduziert.
- Erhalt der sexuellen Funktion. Der Eingriff beeinträchtigt die anatomische Integrität der Vagina nicht.
- Minimalinvasive Verfahren. Bei laparoskopischem Vorgehen sind die Schnitte klein, was die Heilung beschleunigt und das Risiko postoperativer Komplikationen senkt.
Rezidivprophylaxe nach der Operation
- Kegel-Übungen. Regelmäßiges Training der Beckenbodenmuskulatur trägt dazu bei, das Risiko eines erneuten Prolapses zu verringern.
- Vermeidung schwerer körperlicher Belastungen. Heben schwerer Lasten und intensive körperliche Anstrengung können das Rezidivrisiko erhöhen und sollten vermieden werden.
- Gewichtskontrolle. Übergewicht erhöht den Druck auf die Beckenorgane und kann einen erneuten Prolaps begünstigen.
- Vorbeugung von Obstipation. Eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen, Verstopfung zu vermeiden und die Belastung der Beckenorgane zu reduzieren.
Die Sakrovaginopexie trägt dazu bei, die Organe wieder in ihre normale Position zu bringen und die Lebensqualität zu verbessern, indem Beschwerden wie Druckgefühl, Schmerzen sowie Probleme beim Wasserlassen und bei der Defäkation reduziert werden. Für ein optimales Ergebnis ist es wichtig, die ärztlichen Empfehlungen in der postoperativen Phase einzuhalten und den Gesundheitszustand regelmäßig zu kontrollieren, um einem Rezidiv des Prolapses vorzubeugen.