Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Pleurahöhle ist ein diagnostisches Verfahren zur Erkennung von Erkrankungen der Lunge und Pleura, einschließlich exsudativer Pleuritis, Pneumothorax, Neoplasien, Pleuraerguss und weiterer pathologischer Veränderungen. Die Methode ist nicht invasiv, sicher und eignet sich zur Diagnostik thorakaler Erkrankungen.
Wann wird eine Ultraschalluntersuchung der Pleurahöhle durchgeführt?
Eine Sonographie der Pleurahöhle kann in folgenden Fällen indiziert sein:
- Thorakale Schmerzen — stechende oder dumpfe Schmerzen, insbesondere bei Atmung oder Husten, mit Verdacht auf pleurale oder pulmonale Pathologien.
- Dyspnoe oder respiratorische Einschränkungen infolge eines Pleuraergusses oder Pneumothorax.
- Hämoptyse oder persistierender trockener Husten bei Verdacht auf entzündliche oder neoplastische Prozesse.
- Verdacht auf exsudative Pleuritis mit Flüssigkeitsansammlung im Pleuraspalt.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen an Lunge oder Pleura sowie bei chronischen Lungenerkrankungen.
- Verdacht auf Lungen- oder Pleurakarzinom mit Notwendigkeit der Beurteilung von Flüssigkeitsansammlungen oder Raumforderungen.
Vorteile der Ultraschalluntersuchung der Pleurahöhle
- Sicherheit — die Untersuchung erfolgt ohne ionisierende Strahlung und ist für die Patientin bzw. den Patienten unbedenklich.
- Genauigkeit — ermöglicht die zuverlässige Detektion von Pleuraergüssen, entzündlichen Veränderungen, Neoplasien und weiteren strukturellen Pathologien.
- Schmerzfreiheit — das Verfahren ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden und wird als gut verträglich beschrieben.
- Verfügbarkeit — die Sonographie ist in den meisten medizinischen Einrichtungen zeitnah durchführbar und dauert üblicherweise 10–15 Minuten.
Wie wird die Ultraschalluntersuchung der Pleurahöhle durchgeführt?
Die Untersuchung erfolgt in sitzender Position oder in Seitenlage. Auf die Thoraxwand wird ein Ultraschallgel aufgetragen, um eine optimale Schallübertragung zu gewährleisten. Der Schallkopf wird entlang der Brustwand geführt, um die Pleurahöhle, die Lungenoberfläche und angrenzende Strukturen darzustellen.
Während der Untersuchung werden das Vorhandensein von Pleuraerguss sowie Zeichen entzündlicher, neoplastischer oder traumatischer Veränderungen beurteilt. In bestimmten Fällen können ergänzende diagnostische Verfahren erforderlich sein.
Die Ultraschalluntersuchung der Pleurahöhle wird in medizinischen Einrichtungen in Belarus durchgeführt, in denen eine fachärztliche Diagnostik und weiterführende Abklärung gewährleistet sind.